11. Mai 2026

News - Apotheke

Windeldermatitis – Wenn Babys Po Hilfe braucht

Ein wunder Babypo gehört für viele Eltern leider irgendwann zum Alltag. Die sogenannte Windeldermatitis ist eine der häufigsten Hautirritationen im Säuglingsalter.

Ein wunder Babypo gehört für viele Eltern leider irgendwann zum Alltag. Die sogenannte Windeldermatitis ist eine der häufigsten Hautirritationen im Säuglingsalter – unangenehm für das Kind und oft auch belastend für die Eltern. Doch mit dem richtigen Wissen lässt sich die gereizte Haut schnell beruhigen und zukünftigen Problemen vorbeugen.

Was ist eine Windeldermatitis?

Windeldermatitis ist eine entzündliche Hautreaktion im Windelbereich. Sie entsteht durch das Zusammenspiel von Feuchtigkeit, Wärme und Reibung. Die Haut verliert ihre natürliche Schutzfunktion und wird anfälliger für Reizstoffe und Keime.

Typische Symptome

  • Rötungen im Windelbereich
  • Wunde, empfindliche Hautstellen
  • Kleine Pusteln oder nässende Areale
  • Schmerzen beim Wickeln
  • Unruhe oder Weinen beim Windelwechsel

Bleibt die Reizung unbehandelt, kann sich zusätzlich ein Pilzbefall – meist mit dem Hefepilz Candida albicans – entwickeln. Dann zeigen sich häufig begrenzte, stark gerötete Flächen mit kleinen Pusteln.

Warum entsteht eine Windeldermatitis?

Die Haut im Windelbereich ist besonderen Belastungen ausgesetzt:

  • Längerer Kontakt mit Feuchtigkeit
  • Durchfall oder häufige Stuhlgänge
  • Zahnen (veränderte Stuhlbeschaffenheit)
  • Seltenes Windelwechseln
  • Unverträglichkeit gegenüber Pflegeprodukten oder Feuchttüchern
  • Da Babyhaut dünner und empfindlicher ist als Erwachsenenhaut, reagiert sie schneller auf diese Belastungen.

Was hilft bei wundem Po?

  • Häufiges Windelwechseln
    Je trockener die Haut, desto besser. Windeln sollten regelmässig – besonders nach dem Stuhlgang – gewechselt werden.
  • Sanfte Reinigung
    - Lauwarmes Wasser und weiche Waschlappen
    - Möglichst wenig Reibung
    - Feuchttücher nur bei Bedarf und ohne Duftstoffe
  • Luft an die Haut lassen
    Kurze „Windelfrei-Zeiten“ unterstützen die Heilung.
  • Schutzcremes verwenden
    Zinkhaltige Wundschutzcremes bilden eine schützende Barriere und fördern die Regeneration. Z.B. Mustela Cicastela, Weleda Windelcreme
  • Bei Pilzverdacht ärztlich abklären
    Bei anhaltender oder sich verschlechternder Symptomatik sollte eine Kinderärztin oder ein Kinderarzt aufgesucht werden.

Vorbeugen – So bleibt die Haut gesund

  • Regelmässige Pflege mit milden, parfumfreien Produkten z.B. Farfalla Windelbalsam
  • Keine übertriebene Hygiene (zu häufiges Waschen kann austrocknen)
  • Gut sitzende Windeln um Reibungen zu vermeiden.
  • Sorgfältiges Abtrocknen nach der Reinigung

Wann zum Arzt?

  • Wenn sich die Haut nach 2–3 Tagen nicht verbessert
  • Bei Fieber oder starkem Unwohlsein
  • Bei Verdacht auf Pilz- oder bakterielle Infektion
  • Wenn die Entzündung immer wiederkehrt

Windeldermatitis ist häufig – aber gut behandelbar. Mit liebevoller Pflege, etwas Geduld und einem wachsamen Blick lässt sich der Babypo schnell wieder beruhigen.

Ein trockener, geschützter Windelbereich ist der beste Schutz – damit sich Ihr Baby rundum wohlfühlen kann.